Detuschlands schönstes Wasserkraftwerk und Stausee mit Feldbahn

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    ER1

    Anmeldedatum : 20.09.12
    Alter : 34
    Ort : Cöln, Preußische Rheinprovinz

    Detuschlands schönstes Wasserkraftwerk und Stausee mit Feldbahn

    Beitrag von ER1 am Fr Jan 04, 2013 2:21 pm

    Deutschland schönstes Wasserkraftwerk mit Europas ehemals größtem Stausee und die Materialfeldbahn


    Das größte Wasserkraftwerk Europas stand 1905 in der Rheinprovinz des Königreiches Preußen:

    ,,Bei der Inbetriebnahme am 8. August 1905 war Heimbach mit 12 Megawatt immerhin das größte Wasserkraftwerk Europas."

    ,,Das Kraftwerk Heimbach ging am 8. August 1905 nach einer Bauzeit von knapp zwei Jahren in Betrieb und hatte damals überregionale Bedeutung. Die erzeugte elektrische Energie wurde mit einer Spannung von 35 Kilovolt in ein eigenes, fast 400 Kilometer langes, Freileitungsnetz eingespeist und versorgte den Regierungsbezirk Aachen. Die rasch fortschreitende Industrialisierung und der stark steigende Strombedarf sorgten aber schon bald dafür, dass das Kraftwerk Heimbach diese Aufgabe nicht mehr alleine bewältigen konnte und nun im Verbund mit anderen Kraftwerken lief."

    ,,Das Kraftwerk Heimbach wird über einen 2,7 Kilometer langen Stollen mit Wasser aus der Urfttalsperre versorgt. Die vielfach gewundenen Flussläufe von Rur und Urft bieten an dieser Stelle die Möglichkeit, eine Flussschleife von rund 28 Kilometer abzukürzen und so ein – für Mittelgebirge außergewöhnlich großes - Gefälle von 110 Meter auszunutzen. Ursprünglich acht Maschinensätze nutzten die potentielle Energie des Wassers zur Stromerzeugung. Eine Wassermenge von insgesamt 16 Kubikmeter je Sekunde durchströmte die acht Francis-Turbinen. Die Kraft der Turbinen wurde mit Seilkupplungen auf die Generatoren übertragen. Die 90 Meter langen Hanfseile musste alle drei Jahre ausgewechselt werden."

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    Das Kraftwerk wurde vor 3 Jahre durch eine Abordnung des OV1914 besichtigt und befindet sich in einem hervorragenden Zustand. Es ist ein Beispiel in dem deutsche Ingenieurskust Schönheit und Nutzen auf vortreffliche Weise verbindet.

    Die in der nähe gelegene Urftalsprerre war bis 1912 die größte auf dem europäischen Kontinent. Sie wurde am 19.10.1906 von S.M. Wilhelm II. besucht:

    ,,Vor dem königlichen preussischen Notar Doemens in Stolberg wurde am 28. März 1899 der Akt über die Gründung der „Rurtalsperren-GmbH“ mit Sitz in Aachen ausgefertigt. Die Gründer der Gesellschaft waren der Oberbürgermeister der Stadt Aachen und die Landräte der Kreise Aachen-Land, Düren, Schleiden, Jülich, Heinsberg und Monschau (damals noch Montjoie).

    Noch im gleichen Jahr wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Das grosse Werk wurde 1904 vollendet. Am 7. Dezember 1904 wurden die Grundablässe der Talsperre geschlossen und mit dem Anstau begonnen. Erstmalig war der Vollstau am 1. März 1905 erreicht – und mit donnerndem Getöse stürzte die weissschäumende Flut in den 50 m tiefen Abgrund.

    Die Urfttalsperre war damals die grösste und höchste Talsperre auf dem europäischen Kontinent. Sie wurde 1912 durch die Möhnetalsperre übertroffen. Sie hatte ein Zuflussgebiet von 375 qkm mit einem durchschnittlichen Jahreszufluss von 170 Millionen cbm Wasser."

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    Die Bauarbeiten der Urfttalspere wurden unter anderem, wie bei solchen Bauprojekten damals üblich, auch durch Feldbahnen unterstützt. Es gab eine Feldbahnstrecke vom Bahnhof Gemünd (Eifel) bis zur Staumauer. Die Planung dieser Strecke wird sogar in der Chronik der preussischen Eisenbahntruppen erwähnt. Die Planug der Feldbahn wurde vom 1. Eisenbahn-regiment ausgeführt (Nachweise finden sich in der Chornik).

    ,,Die Elektrifizierung der Region hängt mit der Oleftalbahn zusammen: 1899 begann der Bau der Urfttalsperre, der damals größten Talsperre Europas und der Wiege des modernen Talsperrenbaues. Vom Gemünder Bahnhof aus wurden alle Baumaterialien, die zunächst auf der Oleftalbahn herangeschafft worden waren, mit einer rund 13 Kilometer langen Arbeitsbahn zur Baustelle der Staumauer transportiert (Trasse ist der heutige Wanderweg am Urftsee). Durch einen Druckstollen stürzt das Wasser der Talsperre hinab in das Wasserkraftwerk Heimbach (heute noch in Betrieb) und treibt dort die stromerzeugenden Turbinen an. Von hier aus begann die sehr frühzeitige Elektrifizierung auch des Schleidener Tales."

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    Gruß aus der Rheinprovinz und von der Eisenbahn-Brigade

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